Aaaaauufregend! Waaaaa! :D

Ihr findet die Überschrift übertrieben? Hm…ich nicht. 😀 Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir sehr sinnvolle und wichtige Gespräche über Familiengründung, Zusammen-leben und Geldangelegenheiten geführt und darüber geschrieben haben, gibt es endlich eine Entscheidung:

Wir ziehen zusammen! ❤ ❤ ❤ ❤

Bisher habe ich mich noch gar nicht auf diesem Blog zum Prozess, der hinter dieser Entscheidung stand, geäußert. Das liegt in erster Linie daran, dass ich zu faul bin und nicht gerne schreibe. Zum anderen haben Freudenweide und Haledron in ihren letzten Artikeln einfach schon so ziemlich alles gesagt.

Trotzdem möchte ich hier noch ein paar Worte darüber verlieren, wie es mir im letzten Jahr gegangen ist….

Zu Beginn dachte ich (und ich denke den anderen ging es ähnlich): “Das wird viele Gespräche erfordern.” Und ja das hat es auch. Wir hatten immer wieder in regelmäßigen und auch unregelmäßigen Abständen “Zukunftsflauschen” im Kalender stehen und da wussten alle: Das wird ein Rede-Date. 🙂

Irgendwann kamen wir auf die tolle Idee eine Deadline zu setzen, weil wir sonst nie zu einer Entscheidung kommen würden. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir von da an ca. ein halbes Jahr Zeit bis zu unserem Entscheidungs-Zukunftsflauschen.

Tja…das kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor, es gab viele Gespräche, Planungsdokumente und auch die eine oder andere Träne.

Ich bin oft unglaublich fasziniert und dankbar dagesessen, wenn Freudenweide und Haledron ihre Planungsgedanken offen legten. Da gab es Dinge wie Geburts- und Karenzzeitpläne oder Rechenmodelle für Finanzen.

Zwischendurch kam das zweimonatige “Probewohnen”. 🙂 Das war voll schön und hat uns auch viele Themen aufgezeigt und weiteren Gesprächsstoff geliefert. Danach habe ich bei uns allen irgendwie eine Unruhe verspürt und oft habe ich mir gedacht: “Wer braucht denn schon so eine Deadline?…Wir wissen doch eh schon, dass wir zusammenziehen wollen, oder?….Aber einen Sinn macht es ja eh….Wer weiß, welche Themen noch auftauchen….Außerdem verschiebt man eine Deadline nicht nach vorne, oder?”

So rückte der Tag der Entscheidung immer näher und wie eigentlich nicht anders zu erwarten, kamen relativ kurz vor dem Tag dann doch noch einige Themen auf und im Endeffekt waren wir froh über die Zeit, die wir uns genommen haben.

Für mich war der letzte Punkt an dem meine Entscheidung hing jener, ob sich mit unserem Lebensstil überhaupt Kinder ausgehen. Kinder sind für mich keine Nebenentscheidung im Sinne von “Ja, die hätte ich auch gern in meinem Leben.” Für mich ist es eine ziemlich große Lebensentscheidung, ob ich Kinder in die Welt setzen und aufziehen möchte oder nicht. Danach wird sich mein Alltag richten und nicht umgekehrt. Ja, natürlich möchte ich dabei nicht zu kurz kommen und auch meine Beziehungen möchte ich pflegen können, trotzdem war es für mich wichtig zu schauen, wie die beiden anderen dazu stehen und ob Kinder in unserer Lebensplanung wirklich genug Platz haben würden. Daraufhin kam die Idee auf, einen Monatsplan mit Kindern zu erstellen. 🙂

An, ich glaube, unserem letzten Zukunftsflausch vor der offiziellen Entscheidung, haben wir uns also hingesetzt und diesen Plan erstellt. Dabei geholfen haben uns: großes Zeichenpapier, viiiiele bunte Büroklammern und eine Liste an Dingen, die wir alle jedes Monat unterbringen wollen.

Zum Beispiel:

  • 2 Abende für Sport
  • 4 Abende für Dates
  • 3 Abende für Arbeit, Ausbildung etc.

Nach mindestens 1,5 Stunden und viel Herumüberlegerei, kam dann dieser Plan heraus. Ist er nicht wunderschön? 😀

plan

Darauf sieht man einen Monat mit zwei Wohnungen und den verschiedenen Datekonstellationen und unseren anderen Freizeitbeschäftigungen. Wir hatte dabei viel Spaß und mir gab das Ergebnis sehr viel Entspannung – denn es geht sich echt alles aus! 😀

Ja, natürlich kann man solchen Plänen nicht zu 100% trauen und manchmal sind sie auch einfach zum Anzünden. Trotzdem brauchte ich dieses Durchplanen von einem Monat für meine Entscheidung.

Dann kam endlich unsere Deadline und wir saßen wieder um den Tisch und jeder hatte seinen Zettel vor sich, auf dem wir im Vorhinein unsere Entscheidung verschriftlicht hatten. Die Spannung in der Luft stieg und dann kamen plötzlich irgendwelche Alltagsthemen auf. Wahrscheinlich aus Nervosität. Ich hab es dann irgendwann nicht mehr ausgehalten und bevor irgendwer noch irgendwas hinauszögern konnte meinen Zettel vorgelesen. Ja und wie eigentlich eh nicht anders zu erwarten passten unsere Entscheidungen zusammen! ❤

Jetzt geht es daran eine Zweitwohnung zu finden, unsere Eltern damit zu überfordern und uns auf einen gemeinsamen Alltag zu freuen. Ich finde den haben wir uns verdient! ❤

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Über Fædora Immergrün

Faedora … stille und aufmerksame Beobachterin - geht gerne zwischen den Welten spazieren - auf der Suche nach sich selbst - sieht genau hin… gelingt nicht immer - schätzt gemütliche Stunden und den Genuss - Sinnlichkeit - Feuer - Tanz - Emotionen begleiten sie auf ihrem Weg - geht gerne in der Nacht nackt schwimmen - durchstreift ihrer Meinung nach viel zu selten die Wälder - Jagd - Konzentration - Geborgenheit - Schlaf - findet Widersprüche unheimlich anziehend...
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2 Antworten zu Aaaaauufregend! Waaaaa! :D

  1. Anni schreibt:

    Spannend. Wie geht es euch? Habt ihr das Wohnungsmodell so durchgezogen? Ich würde mich freuen von euch zu lesen. Ich lebe auch in einer Polybeziehung und finde es nicht immer einfach…

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